PLATTFORM.ARCHITEKTUR
PLATTFORM.ARCHITEKTUR
2006
Beginnend mit dem Nationalratswahlkampf im Herbst 2002 haben sich die wesentlichen Architekturorganisationen Österreichweit zusammengeschlossen, um als unabhängige und überparteiliche „Plattform für Architektur und Baukultur“ den Dialog zwischen Architekturschaffenden und PlanerInnen einerseits, sowie den PolitikerInnen andererseits neu zu beleben. Viel zu lange hatten sich die Berufsvertretungen, Universitäten, sowie die Architekturschaffenden selbst auf ihre rein fachlichen Tätigkeitsbereiche zurückgezogen und die Kontakte mit der Parteipolitik bzw. mit politischen EntscheidungsträgerInnen auf das Notwendigste beschränkt. Architektur wurde zunehmend auf ihren technisch-ästhetischen Aspekt reduziert. Die soziale, wie gesellschaftliche Bedeutung wurde aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit zunehmend verdrängt. Dies hatte zur Folge, dass mit der Zeit kompetente AnsprechpartnerInnen mit entsprechendem Problembewusstsein abhanden kamen und Baukultur in der heutigen, politischen Realität keine nennenswerte Rolle mehr spielt.
SHOPSTYLE.WIEN
SHOPSTYLE.WIEN
2006
Der Friseur ist in der Lehargasse 3a, im 6. Bezirk, mit Eingang in der Millöckergasse situiert und zeichnet sich nach außen nur durch ein schlichtes Logo ( in einem Schild eingeschnittenen Schriftzug) ab. Der Wortlaut und Firmenbezeichnung dieses beleuchteten Reliefs lautet auf Schneideraum. Unter diesem wird man durch eine mit grauer Zementfaserplatte roh verkleideten Schleuse in den Laden geführt. Dort steht das Empfangspult, dass als wichtiges Gelenk die einzelnen Funktionsbereiche verbindet. Dieses Pult wird durch eine volle Lamperie aus geräucherter Eiche auf der linken Seite mit der Wartezone verbunden. Rechts entwickelt sich der Raum entlang der Stützenreihe der Außenwand und der historischen Stahlträgern dessen Rhythmus auch von den Schneideplätze und den dazugehörigen hohen Spiegeln aufgenommen wird. Als zweiter Kommunikationsbereich wird auch die Bar zu den Waschplätzen im selben Beige-Ton gehalten wie das Empfangspult und bildet damit den farblichen Kontrastpunkt zu dem verwendeten dunklen, warmen Eichenparkett, der sich auch auf der Stirnseite als Abschluss in Form eines Schrankregals wiederfindet . Über einen kurzen, zum Hauptraum offenen Gang, gelangt man zum Massage- und den Sanitärräumen des Shops, die durch Lichtschlitze und Oberlichten entsprechend inszeniert sind. Das Gestaltungskonzept nimmt Anleihe an der klaren Strenge des statischen Systems der Stahlträger und bindet diese einschliesslich des preuss. Platzls ( Gewölbe ) konsequent bei der Ausformulierung der Funktionsbereiche bis hin zum CI des Geschäftes ein
Publikationen
Architekturzentrum Wien, Ausstellung, "best practice – erfolgreiche sanierungen in wien", 2017
meinbezirk, Blocksanierung 1150, Bina Köppl, 07 17, 2017
CUBE, San/DG-Ausbau Pillergasse, Bina Köppl, 03 17, 2017
GB Wien, Ausstellung, aichberger architektur ZT, 25 Jahre Blocksanierung Wien, 2014
Springer Verlag, Architekturlandschaft NÖ, Hauenfels, Krasny,Nussbaum, Weinviertel, 2013
Amt NÖ Landesregierung, NÖ Gestalte, Aichberger und Team, 03 2013, 2013
Wien, Anerkennung Wiener Stadterneuerungspreis, Lanndesinnung Bau, 2012
HOMES & LIFESTYLE, Hanghaus Wien, 03 2012, 2012
wüstenrot magazin, Hanghaus Wien, 02 12, 2012
hotelstyle, Kulin - Mexiko, Katharina Tielsch, 03 2006, 2006
Niederösterreich, NÖ Gewinner Goldene Kelle, Vorbildliche Baugestaltung, 2000
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